Auszubildene schlüpfen in die Lehrerrolle

Felix Munding und Emanuel Brunner von der Firma Eto Magnetic gestalten den Technik-Unterricht am Schulverbund Nellenburg.

Foto: Brigitte Maier

Mehr als nur ein Stück Papier ist die im Januar dieses Jahres geschlossene Kooperation zwischen dem Schulverbund Nellenburg und Stockachs größtem Arbeitgeber Eto Magnetic: Noch bis Ostern übernehmen laut einer Mitteilung der Schule die Mechatroniker-Auszubildenden Felix Munding und Emanuel Brunner den Technikunterricht in der Klasse 8c, unterstützt vom pädagogischen Assistenten Harald Fey. Vom Praxisbezug der beiden jungen Männer profitiert die ganze Klasse; und auch für Felix Munding und Emanuel Brunner ist es spannend, einmal in die Lehrerrolle zu schlüpfen – noch dazu an ihrer ehemaligen Schule, wo sie 2015 ihren Realschulabschluss abgelegt haben.

Erst im Januar wurde diese Bildungspartnerschaft vertraglich besiegelt. Seitdem fanden bereits Werksbesichtigungen mit Technik-Klassen und verschiedene Gespräche statt. Als ein Technik-Lehrer am Schulverbund langfristig ausfiel, wurde aus der Not eine Tugend gemacht: Die Schulleiterin Beate Clot kontaktierte Ausbildungsleiter Andreas Schulz und schnell war die Idee geboren, dass Vertreter von Eto Magnetic an die Schule kommen.

Bis Ostern sollen die Technik-Schüler der 8c Briefhalterungen aus Metall herstellen. Nachdem die Schüler zunächst einmal ihre eigenen Ideen zu dem Werkstück zu Papier gebracht hatten, ging es in die Praxis: Um den Vierkantstahl auf die passende Größe zu bringen, kommen Messschieber und Metallsäge zum Einsatz. Der richtige Umgang mit dem Messschieber will aber geübt sein, weshalb es dazu neben praktischem Unterricht auch Arbeitsblätter von Felix Munding und Emanuel Brunner gab.

Die beiden befinden sich kurz vor der Zwischenprüfung ihrer Mechatroniker-Ausbildung, eine Berufswahl, die sie nicht bereuen; im Gegenteil: Im Gespräch betonen Felix Munding und Emanuel Brunner, dass die Ausbildung großen Spaß mache: „Es läuft wirklich gut.“ Eine Klasse zu unterrichten ist für die Auszubildenden sicher eine weitere interessante Erfahrung. Nach ihrer Premiere freuten sie sich schon auf die nächsten Technik-Stunden.

Quelle: Südkurier v. 6.4.2017

Neuntklässler stellen Berufe vor

Bild: Claudia Ladwig

 

 

Wenn sich die Schulzeit dem Ende zuneigt, stellt sich jungen Menschen die Frage, wie es weitergehen soll. Beim Markt der Möglichkeiten stellten Schüler der neunten Realschul-Klassen im Schulverbund Nellenburg ihren Eltern und Achtklässlern verschiedene Ausbildungsberufe vor. Im Rahmen des EWG-Unterrichts (Erd-, Wirtschafts- und Gemeinschaftskunde) waren die Berufe ausgelost worden. Dreier-Teams hatten einen Monat lang recherchiert, Material organisiert und Plakate gestaltet. Die Darstellung werde bewertet und gehe in die Praxisnote ein, erzählten Laura Kokott, Sina Gnauck und Julia Jahn, die über den Fahrzeug-Lackierer informierten. Nebenan lag ein Eignungstest für Schauspieler aus. Die Fragen hatten Alisha Olesz, Sarah Kanté und Dorothée Schädle zusammengetragen und sich selbst überlegt. Einen kleinen Vorteil hatten die Jungs, die den Mechatroniker vorstellten. Sie konnten die Erfahrungen mit der Firma ETO aus dem Technikunterricht einbeziehen. Man könne sich später zum Industriemeister, technischen Fachwirt oder Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik weiterbilden, erklärten Tim Barthel, Patrick Buhl und Lewin Müller. Über das Berufsbild Zimmermann hatte Yannick Birmele auch seinen Opa befragt, der als solcher gearbeitet hatte.

Die wenigsten Schüler würden gerne den Beruf erlernen, den sie vorstellten. Viele von ihnen haben schon konkrete Zukunftspläne. Das Bors-Praktikum (Berufsorientierung in der Realschule) habe ihnen gute Ideen vermittelt. Sogar einige Achtklässler wissen bereits, was sie wollen: Susanne Safraider möchte in einer Tierpension arbeiten, Isabell Zimmermann in der Apotheke. Der Schulverbund legt in der achten Klasse (Werkrealschule) und neunten Klasse (Realschule) den Schwerpunkt auf die Berufsorientierung. Bei der Kompetenzanalyse Profil AC werden individuelle überfachliche und berufsbezogene Kompetenzen sowie Studien- und Berufsinteressen ermittelt und gezielt ausgebaut.

Die Schülern stellten fest, dass der Verdienst im Handwerk zunächst eher gering ausfällt. Vielleicht haben auch deshalb einige Neuntklässler vor, nach der mittleren Reife das Abitur zu machen und zu studieren. Schulleiterin Beate Clot findet es schade, dass der allgemeine Trend zum Studium geht. "Viele Schüler könnten in einem Ausbildungsberuf sehr erfolgreich sein", sagt sie.

Quelle:Südkurier v. 3.4.2017

Schulverbund Stockach: Neues Schulleitertrio wird offiziell eingeführt

Der Schulverbund Stockach führt ein neues Schulleitertrio offiziell ein. Das Führungsteam erklärt, wie die Zukunft der Real- und Werkrealschule aussehen wird.

So hatte sich die Schulleitung ihre Amtseinführung sicher nicht vorgestellt. Als Konrad Fritz und Ulrike Flick vom Schulamt Konstanz die Rednerbühne bestiegen, hätte das neue Führungstrio wohl eher mit einer weiteren Runde Glückwünsche, Blumen und Weinpräsenten gerechnet. Stattdessen galt es, im wahrsten Sinne des Wortes ein Vorstellungsgespräch zu bewältigen. Umrahmt von den Vertretern der Schulaufsicht durften Rektorin Beate Clot und ihre Konrektoren Jochen Schmid und Tina Sorga noch einmal erklären, wie sie sich die Zukunft des aus Realschule und Werkrealschule bestehenden Schulverbunds vorstellen.

Kein Problem für das Führungsteam. Schließlich sind Sorga, Clot und Schmid bereits seit dem Schuljahr 2015/2016 gemeinsam tätig. "Wir planen alles im Team", gab Schmid einen Einblick in die Zusammenarbeit. So sei er als Konrektor zum Beispiel für die Erstellung von Stunden- und Vertretungsplänen beider Schulen zuständig. Auch Beate Clot betonte das Wir-Gefühl – und das nicht nur im Hinblick auf die Rollenverteilung an der Spitze: Sie beschrieb ihre Vision für den Schulverbund als ein "Stärken beider Schularten". Schon jetzt würden viele Sitzungen gemeinsam ablaufen.

Auch Sorga, die im Gegensatz zu ihren Kollegen an der Werkrealschule tätig war, scheint sich bereits bestens in das Führungsteam integriert zu haben. Zumindest wenn man den Worten ihres neuen Zimmernachbarn Glauben schenkt: "Als Tina einzog, wurde aus meinem Büro unser Büro. Mittlerweile bin ich zu Gast in ihrem Büro", scherzte Schmid.

Humorvoll gestaltete sich auch die Begrüßungsrede vom Schulleiter des Nellenburg-Gymnasiums. Michael Vollmer überreichte dem Schulverbund-Team einen Bonsai. "Ich habe erst nach dem Kauf nachgelesen, wie viel Pflege so ein Bäumchen benötigt", entschuldigte er sich bei der Übergabe. Er bot allerdings an, in Zukunft beim gemeinsamen Jour fixe ein Auge auf die Pflanze zu werfen. Vorfreude äußerte Vollmer darüber, noch enger mit dem Schulverbund zusammenzuarbeiten. "Wir sind ein großes Schulzentrum auf einem gemeinsamen Campus", betonte der Schulleiter. Als Beispiel führte er die gemeinsamen Planungen bei der neuen Pausenhofgestaltung an.

Baumaßnahmen waren auch ein Thema in Clots abschließender Rede. Sie bedankte sich bei der Stadt für den Bau des Erweiterungsbaus, der im Herbst fertiggestellt werden soll: "Wir freuen uns jetzt schon riesig darauf."

Quelle: Südkurier v. 18.3.2017

Rundgang nach dem Richtfest für das neue Schulgebäude

Die Stadträte haben den Rohbau für den Schulverbund Nellenburg besichtigt. Die Investition der Stadt Stockach liegt bei rund sieben Millionen Euro.

Quelle: Südkurier v. 4.11.16 

Qualitäts-Siegel für Schulverbund Nellenburg

Der Schulverbund Nellenburg erhält das BoriS-Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg. Es steht für besonders gute Betreuung bei der Berufsorientierung.

Einen langen Weg haben die Realschule und Werkrealschule hinter sich. Um sich die Re-Zertifizierung und erstmalige Zertifizierung BoriS Berufswahl-Siegels Baden-Württemberg zu verdienen, war viel Arbeit notwendig. Seit Juni darf der Schulverbund Nellenburg nun diese Auszeichnung führen, zwei Tafeln im Foyer der Schule, die während einer Feierstunde enthüllt wurden, weisen auf den fast ein Jahr lang andauernden Prozess hin. In einem kurzweiligen Vortrag berichtete Christian Dummel, Lehrer an der Werkrealschule, über das Verfahren.

Quelle:Südkurier v. 25.10.2016

Schulverbund Nellenburg: Eine Premiere mit 147 Abgängern

Ein Mammutprogramm lag am Samstag vor den Gästen in der Jahnhalle: 147 Schülerinnen und Schüler wurden aus dem Schulverbund Nellenburg verabschiedet. Der Schülersprecher lobte besondes das Gemeinschaftsgefühl.

<p>Erste Abschlussfeier des Schulverbunds Nellenburg in der Jahnhalle: Über ein Drittel der Abgänger erhielt zum Zeugnis noch einen Preis oder ein Lob für schulische Leistungen oder soziales Engagement. Bild: Claudia Ladwig</p>

Quelle: Südkurier v. 18.7.16

Wie der Schulbetrieb rund um die Baustelle des Schulzentrums Stockach funktioniert

(Quelle: SÜDKURIER v. 9.12.2015 Patrick Kastner)

Zwischen Nellenburg-Gymnasium und Realschule entsteht der Neubau des Schulverbunds, in dem Klassenzimmer, eine Mensa und eine Cafeteria untergebracht werden. Ende 2016 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Der SÜDKURIER erklärt, wie der Schulbetrieb rund um die Baustelle funktioniert.

Es klingelt zur großen Pause. Und die Kinder und Jugendlichen, die nun ins Freie strömen, finden sich auf einem Schulhof wieder, auf dem sie sich wie auf einer Baustelle vorkommen dürften. Denn gleich nebenan ist eine, und die ist äußerst präsent. Die Bauarbeiten für das neue Gebäude des Schulzentrums Stockach gehen voran. Wo vor Wochen noch ein Bagger das Fundament aushob, erheben sich nun Wände und Säulen aus Beton. Ein Bauzaun sperrt das Gelände zwischen Realschule und Nellenburg-Gymnasium großräumig vom Rest des Pausenhofs ab. Ende 2016 soll der 6,2 Millionen Euro teure Neubau fertig sein. Wie organisieren Nellenburg-Gymnasium und der Schulverbund Nellenburg den Schulbetrieb rund um die Baustelle?

Der Lärm ist erträglich

Die Leiterin des Schulverbunds Nellenburg, Beate Clot, sieht in den Bauarbeiten keine unmittelbare Störung. „In der Übergangszeit ist es zwar laut“, sagt sie. Aber man sei sich dessen bewusst gewesen. Der Lärm halte sich in Grenzen. In der zehnten Klasse stehen demnächst die Prüfungen für die Eurocom an. Diese Englisch-Sprachprüfung werde in Räumen abgehalten, die vom Baulärm nicht betroffen seien, erklärt die Schulleiterin. Auch bei den Eltern sei die Baustelle immer wieder Thema gewesen. „Klar, dass sich da Eltern Gedanken machen“, sagt sie. Mit Manfred Raff, Sachgebietsleiter Hochbau bei der Stadt Stockach, seien klare Absprachen getroffen, dass in den Pausen keine Lastwagen zur Baustelle fahren dürfen.

Sollte dennoch ein Lkw fahren, seien zwei Personen von der Baustelle abgestellt, die für Sicherheit sorgen sollen. „Die Sattelzüge sollten nach Möglichkeit nicht rückwärts fahren“, sagt Manfred Raff. Man habe daher eine Baustellenumfahrung für etwa 15 000 Euro eingerichtet. Lastwagen würden vom Jahnweg kommen, um das Gymnasium herumfahren und in der Nähe des Busbahnhof herausfahren. Mit der Baufirma sei das Bauamt in engem Kontakt. „Vom Polier über die Bauleitung bis hin zur Geschäftsführung sind alle informiert“, sagt Manfred Raff. Auf der Baustelle sei genau darauf zu achten, wann die Pausen seien. Bezüglich des Baulärms habe er die Anwohner persönlich besucht. „Es gibt eine positive Resonanz bei den Anwohnern, wie gut organisiert die Baustelle sei“, sagt Raff. Nur in einem Fall sei die Polizei auf den Plan getreten, als der Aufbau des Baustellenkrans länger dauerte als geplant.

Die Vorfreude auf die neuen Gebäude überwiegt

Der Neubau nimmt langsam Formen an. Beide Schulen würden von dem neuen Gebäude profitieren, ist sich Beate Clot sicher. Wegen der Einschränkung auf dem Schulhof seien die Schülervertreter auf sie zugekommen. Daher sei der Schulhof in Richtung Jahnhalle erweitert worden. Die Pausenaufsicht in diesem Bereich teilen sich Gymnasium und Realschule. Die Zusammenarbeit zwischen Schulverbund und Gymnasium verlaufe gut. „Wenn man das Ergebnis, ein Erweiterungsbau mit Mensa und Cafeteria, vor Augen hat, arrangieren wir uns gerne mit der Baustelle“, sagt Clot.

Ähnlich sieht es der Leiter des Nellenburg-Gymnasiums, Michael Vollmer. „Die Beeinträchtigungen halten sich in Grenzen“, sagt er. Die vom Baulärm betroffenen Teile des Gymnasiums seien die Räume der Bildenden Kunst, Chemie und zwei Räume der Kursstufe. Wichtige Prüfungen wie das Abitur würden in anderen Teilen des Gebäudes abgehalten.

„Ich merke es im Mittagsunterricht“, berichtet die Chemie-Lehrerin Annette Schmidt von ihren Erfahrungen mit der Baustelle. Der Baulärm sei im Chemie-Vorbereitungsraum auch bei geschlossenen Fenstern zu hören. Je nach Bauphase werde es schwieriger. Jedoch macht sie auch klar, dass dies eine Momentaufnahme sei.

Sind auch Fluchtwege beeinträchtigt? Bei drei Türen in Richtung Jahnweg sei das der Fall gewesen, erklärt Michael Vollmer. Diese Wege auf der Nordseite des Gymnasiums seien allerdings erweitert worden, erklärt Manfred Raff. Außerdem wurden eine Beschilderung im Außenbereich angebracht und die Fluchtwege verbreitert. Die Wege führen laut Vollmer nun um das Schulhaus herum. Bei einem Probealarm sei alles reibungslos verlaufen.

 Hintergrund: Der Neubau

Das neue Gebäude des Schulzentrums Stockach kostet rund 6,2 Millionen Euro. In dem Gebäude soll die Werkrealschule untergebracht werden. Neben Klassenzimmern und Fachräumen sollen auch eine Mensa und eine Cafeteria im Neubau Platz finden. Aufgrund der Bauarbeiten an den Schulen wurden etwa 90 Ausweichparkplätze am Dillplatz geschaffen. Ende 2016 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Arbeiten an den Grünanlagen sollen dann zum Frühjahr 2017 beginnen. (kas)

Quelle: Wochenblatt vom 9.12.15

Der Spatenstich in Bildern

Spatenstich für den Schulverbund Nellenburg

Stadt Stockach baut Schultrakt und Mensa für 6,2 Millionen Euro

Am Abend des ersten Schultags im Schuljahr 2015/2016 ist in Stockach ein ganz spezielles Fach auf dem Stundenplan gestanden: Spatenstechen für den neuen Trakt des Schulverbunds Nellenburg mit einer Mensa für das ganze Schulzentrum Stockach. Kurz nach 18 Uhr griffen Stadträte, ehemalige Schulleiter und die aktive Schulverbunds-Rektorin Beate Clot unter der Moderation von Bürgermeister Rainer Stolz zum Baugerät, um die Erde auf dem Bauplatz des Schulzentrums etwas zu lockern.

So locker die Atmosphäre unter den Lehrern, Bauleuten und Kommunalpolitikern war, so bedeutend ist das Projekt für die Stadt. Bürgermeister Stolz hielt fest: „Heute startet offiziell die letzte große Schulneubaumaßnahme in Stockach.“ Wie groß, darüber informierte Stadtbaumeister Willi Schirmeister: „16 Klassenzimmer, vier Fachräume und eine Mensa sind verteilt auf fünf Stockwerken.“ Die Mensa mit Küche erstreckt sich unten auf knapp 500 Quadratmeter, sie ist ausgelegt für 300 Sitzplätze. Die Klassen- und Fachräume in den Stockwerken darüber sind mit etwa 900 Quadratmeter geplant.

Für den Neubau sind 6,2 Millionen Euro im Haushaltsplan eingestellt. Das Land Baden-Württemberg hat bisher über zwei Millionen Euro Zuschüsse für die Ganztagesschule zugesagt. Was aus Stuttgart noch fehle, sei die Zusage für die Fachförderung: „Wir rechnen noch einmal mit 1,5 Millionen Euro, so dass alle Zuschüsse des Landes zusammen 3,5 Millionen Euro ausmachen“, sagte Stolz.

Der Bürgermeister strich beim Spatenstich noch einmal die politische Bedeutung dieses Neubaus für die Stadt heraus: „Das bedeutet eine Neustrukturierung der Stockacher Schullandschaft.“ Auf dem Campus oder im Schulzentrum würden alle Schüler des Sekundarbereichs versammelt, dadurch würden Realschule und Gymnasium verbunden.

Mit Blick auf wechselnde Regierungen und wechselnde Strömungen in der Schulpolitik bemerkte Stolz: „Der Neubau und die neue Struktur machen uns unabhängig von der Landespolitik.“ Die Entscheidung für den Bau sei ein mutiger Schritt auch des Gemeinderats gewesen: „Schüler brauchen ordentliche Rahmenbedingungen, die haben wir bisher nicht.“

Ein Dank ging auch an die vielen Lehrer, die den Spatenstich verfolgten. Sie brächten viel Verständnis für die Begleitumstände auf, denn: „Baulärm wird es geben“, sagte Stolz.

Vom Schulverbund Nellenburg und Schulzentrum Stockach

Zur Entstehung des Schulverbunds Nellenburg und SchulzentrumDer Zusammenschluss von Werkrealschule und Realschule Stockach zum Schuljahr 2015/2016 ist vom Kultusministerium im Juni 2014 genehmigt worden, der Gemeinderat der Stadt Stockach hat den Antrag im Juli 2013 gestellt. Zum Zusammengehen gehört neben dem Bau des neuen Trakts zwischen Realschule und Nellenburg-Gymnasium auch die pädagogische Komponente. Der neue Schulverbund von Realschule und Werkrealschule will differenzierte Lernangebote anbieten, die zum Hauptschulabschluss, Werkrealschulabschluss und dem traditionellen Realschulabschluss führen. Am Konzept haben 20 Lehrer aus beiden Schulen mitgearbeitet.Den Namen „Schulverbund Nellenburg“ haben die Schulen dem Gemeinderat vorgeschlagen. Der Gemeinderat hat den neuen Namen einstimmig für gut befunden, genau so wie der Name „Schulzentrum Stockach“ für die Einheit von Schulverbund Nellenburg und Nellenburg-Gymnasium. Das Schulzentrum findet seine bauliche Entsprechung in der neuen Mensa, die im Erdgeschoss des Neubaus geplant ist.Für Schüler und Lehrer soll Ende 2016 der neue Trakt mit Klassenzimmern, Fachräumen und Mensa bezugsfertig sein. Damit sind die Bauarbeiten für das 6,2 Millionen teure Projekt nicht beendet. Rund um die Schulgebäude beginnen dann die Arbeiten an den Außenanlagen. (bec)

Südkurier v. 15.9.2015

Arbeiten für den Schulneubau in Stockach haben begonnen

Für das derzeit größte Hochbauprojekt der Stadt Stockach schaufeln Bagger den Baugrund zurecht.

Zwischen Nellenburg-Gymnasium und Realschule wird der neue Schultrakt für den Schulverbund Nellenburg und die Mensa für das gesamte Schulzentrum auf dem Campus errichtet. Am 14. September soll der Spatenstich stattfinden.

Für das derzeit größte Hochbauprojekt der Stadt Stockach schaufeln Bagger den Baugrund zurecht. Zwischen Nellenburg-Gymnasium und Realschule wird der neue Schultrakt für den Schulverbund Nellenburg und die Mensa für das gesamte Schulzentrum auf dem Campus errichtet. 6,2 Millionen Euro sind für das Projekt eingeplant. Bauleiter Manfred Raff von der Bauverwaltung der Stadt Stockach schätzt die anfallende Menge beim Aushub auf rund 4000 Kubikmeter: „Der Aushub soll bis Schulbeginn erledigt sein“, gibt Raff den Zeitplan vor. Und auch ein anderes Datum steht fest, die ersten Einladungen für den Spatenstich am 14. September sind raus, der Spatenstich gilt als Signal für den Start der eigentlichen Rohbauarbeiten.

 Ende 2016 soll der Schulneubau mit Mensa bezugsfertig sein. „Dann kommen die Außenanlagen“, erläutert Raff. Sein Augenmerk während der Bauzeit liegt auf der Sicherheit der Schüler, sie sollen durch die Arbeiten nicht gefährdet werden. Der Bauplatz wird eingezäunt und die Lastwagenfahrer haben ganz konkrete Vorgaben: „Kein Lastwagen darf rückwärts aus der Baustelle fahren“, sagt Raff. Dafür habe man eine extra Baustellenausfahrt eingerichtet, die Lastwagen werden ums Gymnasium auf den Busbahnhof umgeleitet: „Für uns steht die Sicherheit im laufenden Schulbetrieb an erster Stelle.“

 Für die Schüler, insbesondere für die Gymnasiasten, bedeutet das während der Bauzeit eingeschränkte Zugangsmöglichkeiten. Das Nellenburg-Gymnasium kann nur von Süden über den Platz vom Busbahnhof her betreten werden, „die Notausgänge bleiben natürlich in Funktion“, so Raff. Auch können die Gymnasiasten nicht mehr direkt über den Schulhof zu Jahnhalle und Dillhalle queren. Umgekehrt müssen die Realschüler einen kleinen Umweg zum Busbahnhof in Kauf nehmen. Die Archäologen vom Landratsamt Konstanz seien bereits auf der Baustelle gewesen, hätten aber einen zweiten Besuch angekündigt. „Noch haben sie keine Siedlung entdeckt“, erläutert Raff mit einem Augenzwinkern. Doch bisher sei auch nur befestigter Grund abgeräumt worden. Wenn es an den Aushub des sogenannten „gewachsenen Grunds“ gehe, würden die Archäologen noch einmal vorbeischauen. Hinweise auf frühgeschichtliche Funde gebe es bis jetzt aber nicht.

Mit Bauarbeiten während des laufenden Schulbetriebs hat die Stadtverwaltung Stockach Erfahrung, der Anbau der Realschule und die Aufstockung des Nellenburg-Gymnasiums sind so erfolgt. Auch die Hausmeister Edelbert Greiner und Markus Schnopp sind zuversichtlich: „Das klappt.“

 Blockheizkraftwerk

 Parallel zu den Erdarbeiten für den Schulneubau werden Leitungen für die Nahwärmeerschließung über das Blockheizkraftwerk im Hallenbad Stockach neu gelegt. Das Blockheizkraftwerk versorgt Hallenbad und Schulen. Es soll über ein neues Nahwärmenetz Anschlussmöglichkeiten für Neubauten im Gebiet Vorderer Kätzleberg auf dem ehemaligen Contraves-Areal bieten. Auch diese Arbeiten sollen bis Schulbeginn abgeschlossen sein.

 Südkurier v. 26.8.2015

Stockacher WB v. 2.9.2015